Book 1
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Schließlich wurde dann aber der TyranniS in Athen und den übrigen, meist schon länger von Tyrannen beherrschten griechischen Städten durch die Lakedämonier, mit Ausnahme! von Sizilien, fast überall ein Ende gemacht. In Lakedämon hat es seit der Einwanderung seiner jetzigen dorischen Bevöl kerung, obgleich dort, soviel wir wissen, die inneren Kämpfe kaum jemals abrissen, von jeher gute Gesetze und niemals Tyrannen gegeben. Etwas über vierhundert Jahr sind es ungefähr bis zu Ende dieses Krieges, daß die Lakedämonier ^ immer dieselbe Verfassung gehabt haben, und dem verdanken sie ihren Einfluß auch auf die Verfassung anderer Staaten. Wenige Jahre nach der Vertreibung der Tyrannen aus Griechen land wurde zwischen Persern und Athenern die Schlacht bei Marathon geschlagen. Zehn Jahr später unternahm der Perserkönig dann nochmals jenen gewaltigen Zug zur Unter werfung Griechenlands. Angesichts dieser großen Gefahr über nahmen die Lakedämonier als die Mächtigsten die Führung der verbündeten griechischen Heere, die Athener aber entschlossen sich, bei Ankunft der Perser ihre Stadt zu verlassen und sich mit Hab und Gut auf die Schiffe zu begeben und von nun an ihr Heil auf dem Wasser zu suchen. Aber schon bald. nachdem sie die Angriffe der Perser mit vereinten Kräften abgewiesen hatten, schieden sich die Griechen, sowohl die bis herigen Bundesgenossen wie die früheren Untertanen des Königs, in zwei Parteien, von denen die eine sich den Athenern, die andere den Lakedämoniern anschloß. Denn daS waren jetzt entschieden die beiden ersten Mächte, die eine zur See, die andere zu Lande. Eine Zeitlang hielt die alte Waffenbrüder schaft noch vor, dann aber zerfielen beide miteinander, und es kam zwischen ihnen und ihren Bundesgenossen zum Kriege. Wo immer es seitdem in Griechenland Händel gab, schloß man sich jetzt ohne weiteres einem von ihnen an. So haben . sie in der ganzen Zeit von den Perserkriegen bis zu diesem Kriege bald Verträge miteinander geschlossen, bald unter sich oder auch mit aufsässigen Bundesgenossen Krieg geführt und dabei Gelegenheit gehabt, ihr Kriegswesen zu vervollkommnen, und unter mancherlei Gefahren eine vortreffliche Schule für den Krieg durchgemacht.