Thesauros Literature History Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 1

36 „Solltet ihr unsere Vorschläge zwar an sich für vorteil­ haft halten, aber doch Bedenken tragen, darauf einzugehen, weil darin ein Vertragsbruch liegen könnte, so können wir euch versichern, daß diese Bedenken auf den Gegner erst recht Ein­ druck machen werden, wenn die nötige Macht dahintersteht, einen mächtigen Feind aber wenig rühren würden, wenn ihr euch ohne sie lediglich darauf verlassen wolltet, uns die Tür gewiesen zu haben. Auch handelt es sich jetzt keineswegs nur um Kerkyra, sondern nicht minder um Athen; dem aber wäre schlecht damit gedient, wäre man hier kurzsichtig genug, sich lange zu besinnen, für den bevorstehenden, ja im Grunde schon auS­ gebrochenen Krieg sich das Bündnis eines Landes zu sichern, auf dessen Freundschaft oder Feindschaft so viel ankommt. Kerkyra liegt besonders günstig für die Fahrt nach Italien und Sizilien; es kann einer von dort kommenden Flotte den Weg nach dem Peloponnes versperren und einer nach drüben gehenden als Stützpunkt dienen und bietet auch sonst noch mancher­ lei Vorteile. Kurzum, es kommt alles darauf hinaus, daß ihr uns nicht im Stich lassen dürft. In Griechenland gibt eS nur drei Flotten von Bedeutung, eure, unsere und die korinthische. / Laßt ihr eS zur Vereinigung der beiden kommen und die Korinther uns erst mal in den Sack stecken, so habt ihr es nachher mit Kerkyräern und Peloponnesiern zugleich zu tun; geht ihr aber mit uns ein Bündnis ein, so könnt ihr den Kampf durch unsere Flotte verstärkt gegen sie aufnehmen."

nav.navigate

nav.identity

common.settings

common.language
TR EN
common.theme