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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 1

42 „Daran erinnert euch, und ihr Jüngeren laßt es euch von den Alten sagen, um uns jetzt Gleiches mit Gleichem zu ver­ gelten. Glaubt nicht, unsere Sache sei zwar gerecht, aber wenn es zum Kriege käme, weise euer Vorteil euch doch andere Wege; denn der rechte Weg ist schließlich doch immer der beste. Ob es zum Kriege kommen wird, womit die Kerkyräer euch schrecken und zum Unrecht verführen wollen, kann man noch nicht wissen. Hütet euch also, darauf hineinzufallen, denn ihr würdet euch damit unsere Feindschaft zuziehen, nicht etwa später mal, sondern unzweifelhaft schon jetzt. Weit gescheiter wäre es, das alte Mißtrauen wegen Megara endlich zu begraben. Schon eine kleine Gefälligkeit zur rechten Zeit kann ja selbst eine starte Spannung ausgleichen. Laßt euch auch nicht durch die Hoffnung auf die große Flotte betören, zu der euch ein Bündnis mit Kerkyra verhelfen würde. Besser, seinem Nächsten kein Unrecht tun, als sich durch die Aussicht auf augenblickliche Vorteile zu einem denn doch nicht ungefährlichen Haschen nach Macht­ erweiterung verleiten zu lassen.
43 „Wir sind jetzt in die Lage gekommen, nach dem von uns in Lakedämon vertretenen Grundsatze zu verfahren, daß es niemand verwehrt sein dürfe, seine Bundesgenossen im Zaume zu halten, und erwarten von euch, daß auch ihr uns in dieser Beziehung keine Hindernisse in den Weg legt und, wie euch damals unsere Abstimmung zugute gekommen ist, jetzt auch nichts zu unserem Nachteil beschließen werdet. Vergeltet unS viel­ mehr Gleiches mit Gleichem und bedenkt, daß eben jetzt wieder solch ein Augenblick ist, wo jeder, der für uns, als Freund, wer wider uns ist, als Feind gilt. Nehmt diese Kerkyräer nicht uns zum Trotz als Bundesgenossen an und leistet ihren Übergriffen keinen Vorschub. Dann handelt ihr nicht nur kor­ rekt, sondern auch im eigenen, wohlverstandenen Interesse." So die Korinther.

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