Book 1
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Die Athener hörten beide an und hielten zweimal eine Volksversammlung. In der ersten war man überwiegend geneigt, sich für Korinth zu entscheiden, in der zweiten aber schlug die Stimmung um, und es wurde beschlossen, ein Bündnis mit Kerkyra einzugehen, allerdings keines zu Schutz und Trug, weil ein etwaiges Verlangen der Kerkyräer, die Athener sollten sich mit ihrer Flotte an einem Angriff auf Korinth beteiligen, für sie den Bruch ihres Vertrages mit den Peloponnesiern bedeutet hätte, wohl aber ein Schutzbündnis, wonach man sich gegen ; seitig für den Fall eines Angriffes auf Kerkyra oder Athen f oder auch einen ihrer Bundesgenossen zu bewaffnetem Beistand verpflichtete. Die Athener waren nämlich überzeugt, daß es mit den Peloponnesiern sowieso zum Kriege kommen werde, und wollten Kerkyra mit seiner starken Flotte den Korinthern nicht in die Hände fallen, sondern beide sich untereinander erst aufreiben lassen, um es für alle Fälle in einem Kriege mit Korinth oder einer anderen Seemacht mit einem schon geschwächten Gegner zu tun zu haben. Zither auch die für die Fahrt nach Italien und Sizilien in der Tat besonders günstige ^ Lage der Insel leuchtete ihnen ein.
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So sahen die Athener die Sache an, als sie sich zum Bündnis mit den Kerkyräern entschlossen. Auch schickten sie ihnen gleich nach der Abreise der korinthischen Gesandten zehn Schiffe zu Hilfe, über welche Lakedaimonios, Kimons Sohn, Diotimos, Strombichos' Sohn, und Proteas, Epikles' Sohn, den Oberbefehl führten. Diese waren jedoch angewiesen, sich auf keine Schlacht mit den Korinthern einzulassen, es sei denn, daß sie sich mit ihrer Flotte gegen Kerkyra oder eine seiner Besitzungen wenden und dort eine Landung beabsichtigen würden; das aber sollten sie nach Kräften zu verhindern suchen. Diese Weisung hatte man ihnen erteilt, um einen Vertragsbruch zu vermeiden. Die Schiffe kamen auch in Kerkyra an.