Book 1
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Auch in dem Folgenden liegt kein schwacher Beweis für die Kleinlichkeit der früheren Verhältnisse. Vor dem Trojanischen Kriege nämlich hat Hellas nichts Gemeinsames unternommen, ja es scheint mir sogar, daß dieser Gesamtname für das Vaterland noch gar nicht in Brauch war, und daß derselbe vor dem Hellen, dem Sohne des Deukalion, überhaupt nicht vorkam, sondern daß die andern Völkerschaften, vornehmlich aber die Pelasger "), dem Lande nach ihren 9) So kamen, der mythischen Erzählung von Tut hos und Ion nicht zu gedenken, aus Böotien die Gephyräer (Hcrod. V, 61), aus Pylos die Alkmäoniden und Päoniden Gerad. V, 65. Pausan. Il, 13). Andere nach der Rückkehr der Herakliden, Strabo XI, I. S. 393. <Kr.) 10) Diese erhielten also das Bürgerrecht. Späterhin wurden Fremde nur als Metöken, d. i. Beisaßen, ausgenommen: Schutzbefohlene, die sich aus den Bürgern einen Patron (Prostates) wählen, ein Schutzgeld (für den Mann jährlich 12 Drachmen sä, 7 ½ Sgr.Z, für die Frau, die für sich lebte, s Drachmen, nebst 1 Triobolon = ½ Drachme als Schreibgebühr) und Gewerbesteuer zahlen mußten. « Auch ihrer waren später gegen 45,(ZOO der Hälfte der eigentlichen Bürger. — Schon die thessalische Einwanderung, an deren Spitze die Sage den Tut hos (der den pythischen Apollo bezeichnet) stellt, und welche im nördlichen Theil des Landes die sogenannte Tetrapolis besetzte, veranlaßte eine Auswanderung aus Attika nach der Aegialea im Psloponnes. Diese Auswanderer wurden aber nach der Heraklidenwanderung durch die Achäer wieder verdrängt und kehrten nach Attika zurück, was wiederum die Kolonisnung des asiatischen Joniens zur Folge hatte. 11) Die Angaben der Alten über dies Volk sind verworren. Sie heißen bald Barbaren, bald Stammväter der Hellenen, bald ein hellenisches Volk. In neuer Zeit hat man sie zu Semiten machen wollen. Besonnen spricht sich Schömann lgriech. Alterthümer I, S. S) so aus: „der Name Pelasger, ursprünglich Benennung irgend eines einzelnen der vor Alters bewoh Völker, wurde späterhin, da das Volk der Hellenen sich über das ganze Land verbreitet hatte, und ihr Name zum Gesamtnamen geworden war, als die allgemeinste Benennung für alle vorhellenishcen Völker gebraucht, ohne Rücksicht auf ihr wahres ethnographisches Verhältnis; ... Die Hellenen aber, die wir so den Pelasgern entgegensetzen, waren ohne Zweifel selbst nichts anderes als ein einzelnes Glied eigenen Stammnamen Benennungen gaben. Als aber Hellen und seine Söhne IV in Phthiotis zu Macht und Ansehen gelangt waren, und auch andere Stämme sie zur Hilfeleistung in ihre Städte beriefen, so wurden auch diese letzteren für sich im gemeinen Verkehr schon mehr mit dem Namen Hellenen benannt, doch währte es freilich wohl geraume Zeit, bis er alle übrigen gänzlich verdrängen konnte. Beweis dafür ist besonders Homer. Er hat um vieles später, selbst als der Trojanische Krieg, gelebt, und doch gebraucht er den Namen Hellenen nirgends als Gesamtbezeichnnng II und legt denselben auch sonst Niemanden bei als denen, welche mit Achilleus aus Phthiotis gekommen waren ^), und die in der That mich zuerst den Namen Hellenen geführt hatten. Die Gesamtheit nennt er in seinen Gesängen bald Danaer, bald Argiver oder Achaer. Ja sogar auch das Wort Barbaren hat er nicht und zwar, wie mir scheint, eben aus dem Grunde, in der Reihe verwandter Völkerschaften, die unter dem gemeinsamen Pelasgcrnamen begriffen sind." 12) Heim. Bruchstück II: Hellen selber erzeugt als gesetzeswaltende Fürsten Doros samt Xuthos und Aeolos, Kämpfer zu Rasse. Thukydides laßt sie in Phthiotis im südlichen Thessalien zu Macht und Ansehen gelangen, womit nicht gesagt ist, daß Hellen ein gewesen, vielmehr spricht; Aristoteles I, von alten Hellas in um dona und am Acheloos, der einst ein anderes Bett gehabt habe, und ivo die denkalionische Fluth stattfand. Dort wohnten die, welche „damals Gräker jetzt aber Hellenen heißen." Der alte Name Gräker, Griechen, ist jetzt wieder der verbreitetste geworden, weil die Römer mit diesem uralten Wort jeden Hellenen als Sraius oder 6rg>ieus bezeichneten. 13) Denn Jl. II, 540, wo steht, ist unächt. (Kr.) 14). II, 683 f. Auch die Phthia bewohnten und Hellas, blühend an Jungfraun, Myrmidonen genannt, Hellenen zugleich und Achaier, Diesen in fünfzig Schiffen gebot obherrschend Achilleus. Hellas als Gegensatz von Argos (Peloponnes) erscheint Ob. I, 3 44 und IV, 80. (Krüger.) 15) Damit ist nur gesagt, daß das Wort Barbaren noch nicht dazu diente, die Gesamtheit der übrigen Nationen im Gegensatz zu den Hellenen zn bezeichnen. Den Ausdruck barbarisch hat Homer, denn II. II, 867 heißt es: Nastes führte die Karer, ein Volk barbarischer Mundart. weil der Gegensatz zu diesem Worte, nämlich der Gesamtname Hellenen, sich noch nicht gebildet hatte.