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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 1

62 Die Potidäer aber und die Peloponnesier unter Aristeus bezogen vor der Stadt auf der Landenge auf der Seite nach Olynth ebenfalls ein Lager und richteten dort einen Markt ein, um die Athener zu erwarten. Die Verbündeten hatten ihr gesamtes Fußvolk unter AristeuS' Befehl, die Reiterei aber unter den Befehl des Perdikkas gestellt. Der hatte sich nämlich von den Athenern gleich wieder getrennt und den Potidäern angeschlossen, die Regierung aber an seiner Statt dem IolaoS übertragen. Aristeus' Absicht war, mit den Truppen unter seinem unmittelbaren Befehl den Angriff der Athener auf der Landenge zu erwarten, während die Chalkidier und die übrigen Bundesgenossen von jenseits der Landenge mit den zweihundert Reitern deS Perdikkas in Olynth bleiben sollten, um den Athe­ nern im Falle eines Angriffs auf seine Stellung in den Rücken zu fallen und den Feind in die Mitte zu nehmen. KalliaS aber, der Anführer der Athener, und seine Mitfeldherren schickten ihrerseits wieder die makedonishcen Reiter zu ihrer Deckung gegen einen etwaigen Angriff von daher gegen Olynth vor und brachen dann selbst aus ihrem Lager gegen Potidäa auf. Als sie an die Landenge kamen und den Feind hier zur Annahme einer Schlacht bereit sahen, stellten sie sich ihm gegen­ über in Schlachtordnung, und nach kurzer Zeit kam eS zum Gefecht. Der Flügel des Aristeus mit den von ihm selbst befehligten Korinthern und anderen Kerntruppen brachte die ihm gegenüberstehenden Feinde zum Weichen und verfolgte sie eine Strecke weit. Das übrige Heer der Potidäer und Peloponnesier dagegen wurde von den Athenern geschlagen und flüchtete in die Stadt.

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