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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 1

63 Aristeus, der die Verfolgung aufgegeben hatte, als er sein übriges Heer geschlagen sah, war anfangs zweifelhaft, wohin er sich wenden sollte, um sich aus der Gefahr zu ziehen, ob nach Olynth oder nach Potidäa, entschloß sich dann aber, seine Truppen möglichst eng zusammenzuziehen und sich mit ihnen im Sturmschritt nach Potidäa durchzuschlagen. Auch gelang es ihm, vom Hasendamme her durchs Wasser um die Stadt herumzukommen und, wenn auch beschossen und nur mit Mühe und nicht ganz ohne Verluste, das meiste in Sicher­ heit zu bringen. Die Truppen, welche von Olynth Potidäa, das etwa sechzig Stadien von Olynth entfernt und von dort sichtbar ist, zu Hilfe kommen sollten, setzten sich, als die Schlacht begann und die Signale hochgingen, eine kurze Strecke weit in Marsch, um in den Kampf einzugreifen, und um sie daran zu hindern, ritten die makedonishcen Reiter gegen sie auf. Als sich jedoch der Sieg so bald für die Athener entschied und die Signale verschwanden, zogen sie sich in die Stadt, die Makedonier aber auf die Athener zurück, so daß die Reiterei von keiner Seite ins Gefecht kam. Nach der Schlacht errich­ teten die Athener ein Siegeszeichen und gewährten den Poti­ däern zur Bestattung ihrer Toten einen Waffenstillstand. Ge­ blieben waren auf seiten der Potidäer und ihrer Bundes­ genossen nicht ganz dreihundert, auf seiten der Athener hundert­ funfzig Bürger, darunter auch Kallias, ihr Feldherr.

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