Book 1
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Die Athener führten der Stadtmauer gegenüber auf der Seite nach der Landenge sogleich eine zweite Mauer auf und besetzten sie. Auf der Seite nach Pallene dagegen hatten sie keine Mauer. Denn sie fühlten sich nicht stark genug, um die Landenge be setzt zu halten und gleichzeitig nach Pallene hinüberzugehen und auch dort eine Mauer herzustellen, da sie im Fall einer solchen Teilung ihrer Kräfte einen Überfall der Potidäer und ihrer Verbündeten zu gewärtigen gehabt hätten. Als man aber in Athen hörte, daß auf der Seite von Pallene noch keine Mauer wäre, schickte man bald darauf sechzehn hundert athenische Hopliten unter Phormion, Asopios' Sohn, von dort noch nach. Der setzte sich nach seiner Ankunft auf Pallene von Amphytis, das er zum Stützpunkt nahm, mit seinem Heere in Bewegung und rückte, das Land beizu verwüstend, langsam gegen Potidäa vor und führte, als sich ihm niemand zur Schlacht stellte, auch auf der Seite von Pallene der Stadtmauer gegen über eine Mauer auf. So wurde Potidäa nunmehr zu Lande von beiden Seiten hart belagert, während es zugleich durch die Flotte von der See abgeschnitten war.