Book 1
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Die erst aus jüngerer Zeit stammenden Städte, wo man sich schon besser auf die Schiffahrt verstand und reicher ge worden war, wurden mit Mauern umgeben und unmittelbar an der See oder auch auf Landengen angelegt, um hier den Handel bequemer betreiben und die Machtstellung den Nach barn gegenüber um so eher behaupten zu können. Die alten Städte auf den Inseln wie auf dem Festlande dagegen wurden meist in einiger Entfernung von der See gegründet der be ständigen Räubereien wegen, welche man untereinander, nament lich aber gegen die selbst nicht seefahrende Bevölkerung an der Wasserkante verübte, und so liegen sie auch jetzt immer noch weiter im Binnenlande.
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Die ärgsten Räuber aber waren die Inselbewohner, Karer und Phönizier, die ja doch auf den meisten Inseln ihre Nieder lassungen hatten. DaS zeigte sich auch, als die Athener im Laufe dieses Krieges Delos reinigten und die Särge der früher dort Verstorbenen von der Insel entfernen ließen, indem sich dabei herausstellte, daß über die Hälfte Karer gewesen, waS man an der Beschaffenheit der in den Gräbern gefundenen Waffen und an der bei den Karern noch jetzt üblichen Be stattungSweise erkennen konnte. Seit der Entstehung der See macht des Minos aber konnte sich die Schiffahrt ungehinderter entwickeln; denn er vertrieb die Räuber von den Inseln und besetzte die meisten von ihnen selbst mit Ansiedlern. Auch die Küstenbevölkerung wurde jetzt wohlhabender, klebte fester an der Scholle und war hie und da schon reich genug, ihre Städte mit Mauern zu umgeben. Da jeder auf seinen Vorteil bedacht war, ließen sich die Schwachen den Druck der Mächtigen ge fallen, die Mächtigen und Reichen aber unterwarfen sich die kleinen Städte. Das etwa die Zustände der Griechen, als sie den Zug nach Troja unternahmen.