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Ἱστορίαι Thucydides

Book 2

18 Inzwischen gelangte das Heer der Peloponnesier auf seinem Marsche zunächst nach Oinoe, wo der Einfall erfolgen sollte. Hier machte es halt und schickte sich an, die Festung mit Sturm zu nehmen. Denn Oinoe, an der Grenze von Attika und Böotien, war Festung und diente als solche den Athenern, die, wenn es nach Krieg aussah, eine Besatzung hineinlegten. Man kam jedoch über die Vorbereitungen nicht hinaus und verlor hier unnütz seine Zeit. Dadurch aber zog Archidamos sich arge Nackenschläge zu. Meinte man, daß er sich schon vor Beginn des Krieges schwach und als Athenerfreund gezeigt habe, so wollte man ihm jetzt, nachdem das Heer beisammen, sein Zaudern auf dem Isthmus und die Langsamkeit des weiteren Vormarsches, namentlich aber den langen Aufenthalt bei Oinoe, erst recht nicht verzeihen. Denn unterdessen hatten die Athener alles in Sicherheit gebracht, während es, wenn er sich nicht so viel Zeit gelassen und seinen Marsch beschleunigt hätte, den Peloponne­ siern wahrscheinlich noch in die Hände gefallen wäre. So war man wegen dieses Aufenthalts im Heere auf Archidamos schlecht zu sprechen. Er aber hielt sich, wie es heißt, deshalb so lange dort aus, weit er immer noch darauf rechnete, die Athener würden nachgeben und es nicht auf die Verwüstung ihres Landes ankommen lassen.

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