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Ἱστορίαι Thucydides

Book 2

20 Angeblich hat sich Archidamos damals, als er hier bei Acharnai schlachtbereit stehen blieb und bei diesem Einfall nicht weiter in die Ebene vordrang, die Sache so gedacht: Er nahm an, daß die Athener, mit ihrer zahlreichen jungen Mann­ schaft und zum Kriege gerüstet wie nie zuvor, sich sicherlich außerhalb der Stadt zur Schlacht stellen und der Verwüstung ihres Landes nicht ruhig zusehen würden. Nachdem es bei Eleusis und in der Ebene von Thria dazu nicht gekommen war, wollte er versuchen, ob sie sich jetzt nicht zu einem Angriff auf seine Stellung bei Acharnai verleiten ließen. Denn wie er einerseits Acharnai für einen besonders geeigneten Lagerplatz hielt, so glaubte er anderseits, die Acharner, die einen sehr ansehnlichen Teil der Bürgerschaft ausmachten und dreitausend Hopliten stellten, würden die Verwüstung ihrer Besitzungen schwerlich ruhig mit ansehen, sondern auch die übrigen zu einer Schlacht zu bestimmen suchen. Sollten die Athener trotzdem bei diesem Einfall nicht herauskommen, so würde er ihnen das nächste Mal um so unbedenklicher die Ebene verheeren und bis an die Stadt selbst rücken können; denn dann würden die Acharner, nachdem sie das Ihrige verloren, keine Lust mehr haben, ihre Haut für fremdes Gut zu Markte zu tragen, und die Athener sich infolgedessen untereinander in die Haare ge­ raten. In dieser Weise wird Archidamos bei Acharnai die Sache angesehen haben.

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