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Ἱστορίαι Thucydides

Book 2

3 Als aber die Platcienser merkten, daß die Thebaner in ihren Mauern und die Stadt unvermuthet in jener Hände gefallen sei, fürchteten sie sich, und da sie der Eingedrungenen eine viel größere Zahl vermutheten, — denn wegen der Dunkelheit der Nacht konnte man nicht recht sehen, — so waren sie zum Vergleiche willig, nahmen die Vorschläge an und verhielten sich ruhig, zumal gegen Keinen unter ihnen etwas Besonderes unternommen wurde. Indem sie dies jedoch beschickten, merkten sie, wie gering die Zahl der Thebaner sei, und es schien ihnen, daß man sie durch einen Angriff leicht überwältigen könne: denn es war nicht nach dem Sinn der meisten Platäenser, von den Athenern abzufallen. Sie beschlossen nun daran zu gehen und traten zusammen, indem sie die Zwischenwände ihrer Häuser durch- brachen, um nicht auf den Gassen gehend gesehen zu werden, und stellten unbespannte Lastwagen quer über die Straßen, um sie als Barrikaden zu benutzen; und auch sonst trafen sie alle Anstalten, die für die gegenwärtige Lage Nutzen zu verheißen schienen. Als nun Alles nach bester Möglichkeit in Bereitschaft gesetzt war, nahmen sie noch der Nacht und der Dämmerung wahr und rückten aus ihren Häusern auf jene los, damit sie nicht im Tageslicht Muth fänden und ihnen in gleichem Vortheil gegenüber stünden, sondern wegen der Dunkelheit zaghafter und wegen der Einheimischen besserer Bekanntschaft mit den Gelegenheiten der Stadt im Nachtheil wären. Sie griffen schnell an, und es war bald zum Handgemenge gekommen.

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