Book 2
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Als sich nun die Thebaner betrogen sanden, rückten sie eng zusammen und wehrten ab, wo angegriffen wurde, und zwei oder drei Mal schlugen sie jene auch zurück; da aber dann die Stadtbürger mit 10* 431 v. Chr. großem Geschrei wieder anstürmten, und von den Dächern herab Wei. ber und Gesinde mit Geschrei und Geheul Steine und Ziegel schleuderten, und überdies in der Nacht ein starker Regen gefallen war, so geriethen sie in Furcht, wandten um und flohen durch die Stadt. Aber da sie bei der Dunkelheit der Nacht, — denn der Mond stand grade im letzten Viertel, — und bei dem Kothe auch meist noch der Durchgänge unkundig waren, welche sie hätten retten können, die Verfolger hingegen ihnen das Entkommen abzuschneiden wußten, so wurden die Meisten niedergemacht. Auch verschloß einer der Platäer das Thor, durch welches jene hereingekommen waren, und das allein offen stand, indem er das Eisen seiner Lanze die Dienste der Eichel am Querbalken thun ließ, so daß nun jene auch hier nicht mehr hinauskommen konnten. Während sie durch die Stadt verfolgt wurden, erstiegen Einige von ihnen die Mauer und stürzten sich nach Aussen hinab, wobei sie meist umkamen. Einige Andere hieben an einem unbesetzten Thore mit dem Beile, das ein Weib ihnen gab, den Querbalken durch und entkamen; doch gelang dies nicht Vielen, denn es wurde bald bemerkt. Viele von den Uebrigen wurden der Eine hier, der Andere dort in der Stadt erschlagen; die Mehrzahl aber und die sich am meisten zusammengehalten hatten, drangen in ein großes Haus an der Stadtmauer, dessen Thor zufällig offen stand, in der Meinung, es sei ein Stadtthor und gewähre einen Durchgang nach Außen. Da nun die Platäer diese gefangen sahen, so beriethen sie sich unter einander, ob sie Feuer an das Haus legen wollten, um jene zu verbrennen, oder ob sie anders verfahren sollten. Endlich aber ergaben sich diese und die sonst noch von den Thebanern in der Stadt umherirrten sammt ihren Massen den Platäern ans Gnade und Ungnade. Das war das Schicksal dieser Leute in Platäa.