Book 2
39.3
Auf unsere vereinte Macht stieß kein Feind jemals, weil wir mit dem Heer zugleich unsere Flotte halten und unsere Landmacht an vielen Punkten zugleich Verwendung findet. Wenn sie aber mit irgend einem Teile irgendwo zusammen treffen und geringfügige Kräfte von uns übermannen, prahlen sie, sie hätten unsere Gesamtmacht geschlagen, und wenn sie unterliegen, sie seien unserer gesamten Macht unterlegen.
39.4
Sei’s also drum, daß wir mehr aus Leichtblütigkeit als durch mühevolle Übungen und weniger infolge strenger Gesetze als infolge männlicher Grundsätze den Gefahren des Krieges gewachsen sind: es kommt uns zugute, zukünftiger Leiden wegen nicht im voraus uns zu sorgen und wenn sie da sind uns nicht mutloser als ewig sich Abmarternde zu erzeigen. —
40.1
Hierin ist die Stadt der Bewunderung würdig; aber nicht minder in anderem, denn wir sind Freunde des Schönen im Maße des Rechten und Freunde der Weisheit ohne der Weichheit zu verfallen. Vom Reichtum machen wir mehr zu gutem Werke Gebrauch als um in Worten damit zu prunken. Armut einzugestehen ist nicht schimpflich; doch ihr durch Arbeit nicht zu entfliehen ist mehr als schimpflich.
40.2
Dieselben Männer machen es sich zur Pflicht ihre eigenen Angelegenheiten zugleich mit denen des Staates zu verwalten; die ändern aber, die dem Werk ihrer Hände obliegen müssen, sind darum nicht ohne Verstand in politischen Dingen.