Book 2
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Als die Peloponnesier dahinter kamen, füllten sie Lehm in Körbe aus Schilfgesiecht und warfen ihn so in die Sinke, damit er nicht nachschurren und wie das lose Erdreich weg geschafft werden könnte. Da den Platäern dieser Weg ver legt war, gaben sie die Sache auf, trieben nun aber unter der Erde einen Stollen aus der Stadt hinaus, und nachdem sie sich vergewissert, daß sie damit unter dem Damme waren, räumten sie das Erdreich unten ab und schafften es in die Stadt. Die draußen aber merkten längere Zeit nichts davon, und so kamen sie trotz allen Aufschüttens nicht recht weiter, weil der Damm von unten abgegraben wurde und sich über der leeren Stelle immer wieder senkte. Die Platäer befürch teten jedoch, sich bei ihrer geringen Zahl auf die Dauer gegen die große Menge auch so nicht halten zu können, und dachten sich deshalb noch mal was anderes aus: an dem großen Turm dem Damm gegenüber stellten sie die Arbeit ein, bauten aber eine zu dessen beiden Seiten nach innen an die kürzere Stadt mauer ansetzende halbmondförmige zweite Mauer innerhalb der Stadt, damit sie, wenn die Hauptmauer genommen würde, noch vorhielte und der Feind genötigt wäre, gegen sie einen neuen Damm aufzuschütten, bei weiterem Vordringen also doppelte Arbeit hätte und dabei außerdem von beiden Seiten besser beschossen werden könnte. Die Peloponnesier aber brachten, während sie den Damm aufschütteten, auch ihre Belagerungs mashcinen an die Stadt heran, von denen eine, welche dem großen Turm gegenüber aufgestellt war, diesen so heftig erschütterte, daß die Platäer darüber in großen Schreck gerieten. Gleich zeitig waren andere an anderen Stellen der Mauer in Tätigkeit. Die Platäer wußten jedoch mit Hilfe von Schlingen deren Stöße abzufangen und unschädlich zu machen. Auch hängten sie mächtige Balken an beiden Enden mit langen eisernen Ketten an zwei auf die Mauer gelegten, über diese hinausragenden Balken auf und zogen sie schräg in die Höhe, und wenn dann der Stnrmbock einen Stoß führen wollte, ließen sie die eine, nachgiebige Kette los und das hohe Ende des Balkens hinunter- fallen, der dann durch die Gewalt des Falles den Kopf des Sturmbocks vorn abschlug.