Book 2
41.4
Unter gewaltigen Zeichen und wahrlich nicht unbezeugt haben wir unsere Macht ausgebreitet und die Bewunderung der lebenden Geschlechter wie der Nachwelt wird uns zuteil. Keines Homeros bedürfen wir als Verkünder unseres Ruhms noch sonst eines ändern der in Heldengesängen Herrliches darstellen mag während die Wahrheit die Uberhebung der Tat Lügen straft, sondern wir haben zu allen Meeren und Ländern kühn uns den Eingang eröffnet und allüberall die Denkmäler unserer Taten im Bösen wie im Guten aufgerichtet.
41.5
Für eine solche Stadt nun haben diese willig ihr Leben hingegeben, tapfer gesonnen, sie nicht sich rauben zu lassen, und jeder der Unseren ist bereit aus Liebe zu ihr das Gleiche zu leiden. —
42.1
Deshalb aber habe ich den Angelegenheiten dieser Stadt länger das Wort gegeben um euch des zu belehren: daß wir nicht um Gleiches kämpfen wie die die nichts derart besitzen; zugleich aber um den Ruhm dieser für die ich spreche in allsichtbaren Beweisen ans helle Licht zu rücken.
42.2
Das höchste für sie ist schon gesagt. Denn was ich an dieser Stadt rühmte: dieser Männer und ihresgleichen Tüchtigkeit hat sie damit geschmückt; und nicht bei vielen Hellenen möchte ein solches Wort, wie bei diesen, die Taten nicht überbieten.
42.3
Ein solcher Untergang zumal wie ihn diese erlitten scheint mir Mannestugend zu bekunden, da er sie im ersten erfordert und im letzten besiegelt. Denn auch bei denen die sich in anderen Dingen schlechter erwiesen ist es gerecht die Tapferkeit im Kampfe für’s Vaterland über alles andere hinaus anzurechnen: indem sie dergestalt durch das Gute das Schlechte wettmachen, haben sie insgemein mehr genützt als im Einzelnen geschadet.