Book 2
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Und Nichts Geringes hatte man beiderseits im Sinn, sondern mit allem Eifer entbrannte man für den Krieg. Natürlich, denn im Ansange nehmen Alle einen scharfen Anlauf, und damals gab es überdies noch eine zahlreiche Jugend, sowohl im Peloponnes wie in Athen, die aus Mangel an Erfahrung sich gern im Kriege versucht hätte. Das ganze übrige Hellas aber ward in die höchste Spannung und Erregung versetzt, da es zwischen den zwei mächtigsten Staaten zum Tanz kam. Man konnte auch viele Prophezeiungen hören, und die Weissager weissagten unverdrossen, sowohl unter den Teilnehmern am kommenden Kampse, als auch in den andern Staaten. Dazu kam noch, daß kurz vor dem die Insel Delos erbebte, die nie vorher von einem Erdbeben erschüttert worden war, soweit der Hellenen Gedenken reichte. Das, sagten die Leute, sei ein Vorzeichen der Dinge, die da kommen sollten, und es wurde auch geglaubt, wie man denn auch besonders nachsorschte, was Alles dergleichen sich zugetragen habe. Die guten Wünsche der Menge fielen aber bei Weitem mehr den Lakedämoniern zu, zumal diese auch erklärten, sie wollten nun Hellas freimachen. Jeder aber, Privatmann wie Gemeinwesen, war höchlich bemüht, in Wort und That sich als hülsreicher Freund zu zeigen, und Jeder glaubte, der gute Fortgang der Dinge sei gehemmt, wo er nicht selbst dabei sei. So großen Haß nährten die Meisten gegen die Athener, — die Einen, weil sie deren Joch sich vom Halse schütteln wollten, die Andern, weil sie auch unter ihre Obmacht zu gerathen sürchteten. In solcher Rüst- Lust und Thätigkeit brannte man nach des Kriegs Ausbruch.