Book 2
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In dieser Weise suchte auch Phormion den Mut seiner Leute zu beleben. Die Peloponnesier aber wollten die Athener, da sie ihnen nicht von selbst in die Enge und den Golf kamen, auch wider ihren Willen hineinbringen. Bei Tagesanbruch lichteten sie die Anker und fuhren vier Schiffe hoch an ihrer Küste in den Meerbusen hinein, den rechten Flügel voran, wie sie auch vor Anker gelegen hatten. Auf diesen Flügel hatten sie zwanzig ihrer schnellsten Schiffe gestellt, damit die Athener, wenn Phormion glaubte, sie führen nach Naupaktos, und sich zu dessen Schutz aufmachte, ihnen nicht entwischen, sondern von ihnen umfaßt werden könnten. Wie sie vermutet, war Phormion wirklich, als er sie aufbrechen sah, um den augen blicklich schutzlosen Platz besorgt geworden und fuhr nun mit seiner Flotte gegen seine eigentliche Absicht eiligst an der Küste ' entlang in den Golf hinein, wobei das Heer der Messenier ihnen zu Lande zur Seite zog. Als die Peloponnesier sie so schon innerhalb des Golfs dicht am Lande in Kiellinie heran kommen sahen, grade wie sie es gewünscht hatten, ließen sie auf ein gegebenes Zeichen ihre Schiffe plötzlich einschwenken und, was das Zeug halten wollte, grade auf die Athener los rudern, in der Hoffnung, sämtliche Schiffe abzufangen. Die elf vordersten waren jedoch schon vor der Schwenkung des peloponnesischen Flügels an diesem vorbei in freies Wasser gelangt, die übrigen aber überholten sie, trieben sie fliehend vor sich her dem Strande zu, machten sie kampfunfähig und töteten die Mannschaft, soweit sie sich nicht durch Schwimmen retten konnte. Einige Schiffe nahmen sie leer in Schlepptau; eins war ihnen schon vorher samt der Mannschaft in die Hände gefallen. Nun aber erschienen auch die Messenier, sprangen in voller Rüstung ins Wasser, erstiegen die Schiffe und nahmen ihnen nach einem Kampf auf dem Verdeck mehrere davon wieder ab, die sie schon im Schlepptau hatten.