Thesauros Literature History Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 2

92 Als die Athener das sahen, faßten sie neuen Mut, und auf ein gegebenes Zeichen gingen sie alle zugleich mit Hurra zum Angriff über. Die Peloponnesier aber hielten nach den begangenen Fehlern und infolge der bei ihnen herrschenden Unordnung nur kurze Zeit stand und machten dann kehrt nach Panormos, von wo sie ausgefahren waren. Die Athener er­ beuteten auf der Verfolgung die sechs nächsten Schiffe, nahmen auch ihre eigenen Schiffe den Feinden wieder ab, die sie anfangs am Strande außer Gefecht gesetzt und in Schlepptau genommen hatten. Die Mannschaft machten sie zum Teil nieder, zum Teil fiel sie lebendig in ihre Hände. An Bord des leukadischen Schiffes, das bei dem Lastschiffe gesunken war, befand sich auch der Lakedämonier Timagoras, der sich, als es unterging, selbst in sein Schwert stürzte; seine Leiche wurde nachher im Hafen von Naupaktos angetrieben. Nach der Rückkehr errichteten die Athener an der Stelle, von wo sie ihren Siegeszug be­ gonnen hatten, ein Siegeszeichen. Sie bargen ihre Toten und die bei ihnen ans Land getriebenen Schiffstrümmer und gaben auch den Gegnern die ihrigen unter Waffenstillstand heraus. Aber auch die Peloponnesier schrieben sich den Sieg zu und errichteten ein Siegeszeichen, weil sie die Schiffe in die Flucht geschlagen, die sie nahcher am Lande kampfunfähig gemacht hatten. Das von ihnen erbeutete Schiff aber stellten sie neben dem Siegszeichen am achäischen Rhion als Weih­ geschenk auf. Bald nahcher gingen sie alle, mit Ausnahme der Leukadier, aus Furcht vor der zweiten athenischen Flotte bei Nacht in den Krisäischen Meerbusen und nach Korinth unter Segel. Sie waren noch nicht lange weg, als dann auch die Athener von Kreta mit den zwanzig Schiffen, mit denen sie schon vor der Schlacht hätten bei Phormion sein sollen, bei Naupaktos ankamen. Damit endete der Sommer.

nav.navigate

nav.identity

common.settings

common.language
TR EN
common.theme