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Ἱστορίαι Thucydides

Book 3

110 Dem Demosthenes aber und den Akarnanern wurde nun gemeldet, daß die Amprakioten aus ihrer Hauptstadt mit gesammter Macht auf die erste Meldung von Olpä sich zur Hülse aufgemacht und durch das amphilochische Gebiet heranzögen, um sich mit denen in Olpä zu vereinigen, denn von dem was vorgefallen war, wußten sie noch nichts. Sogleich schickte er also einen Theil seines Heeres ab, auf den Straßen im Voraus Hinterhalte zu legen und die festen Punkte vorwegzunehmen, und zugleich schickte er sich mit dem übrigen Heere an, zur Unterstützung nachzurücken.
111 Unterdessen verließen die Mantineer und die im Vertrage mitbegriffen waren, die Stadt, vorgebend, sie wollten Kräuter und Holz sammeln, und entfernten sich mehr und mehr von den Mauern, immer in kleinen Gruppen bei einander, indem sie wirklich das suchten, was sie zum Vorwand genommen. Als sie sich dann schon ziemlich weit von Olpä entfernt hatten, beschleunigten sie ihre Schritte. Die Amprakioten aber und die Andern, wie sie grade so haufenweise bei einander standen und jene davon gehen sahen, machten sich auch auf die Beine und liefen hinterdrein, um jene noch einzuholen. Die Akarnaner glaubten nun zuerst, Alle insgesammt wollten gleicherweise ohne Vertrag durchgehen, machten sich hinter den Peloponnesiern her und es kam sogar vor, daß der Eine und Andere von ihnen nach den eigenen Feldherrn schoß, die abwehrten und sagten, es sei ein Vertrag abgeschlossen worden, denn man glaubte, es sei Verrath im Spiel. Dann ließen sie aber doch die Mantineer und die Peloponnesier abziehen und tödteten nur die Amprakioten. Dabei gab es aber viel Streit und Ungewißheit, ob Einer ein Amprakiote sei oder ein Peloponnesier. Ihrer zweihundert ungefähr hieben sie nieder, die Andern flüchteten sich aus das angrenzende Agräische Gebiet und der Agräer-König, Salynthios, der ihr Freund war, nahm sie aus.

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