Book 3
17
Um die Zeit, als diese Schiffe auf die Fahrt gingen, Archetheorie, Besorgung der Festgesandtschast zu den großen Spielen nach Delos (vgl. Thuk. M. 104). — Die außerordentliche Leiturgie, die Trierarchie, war die kostspieligste; ein Schiff, zu welchem der Staat Rumpf und Mast geliefert hatte, war fertig auszurüsten, zu bemannen nnd weiter in Stand zu halten. Sold und Verpflegung der Mannschaft bestritt der Staat. — Diese Leistungen stellten. daS Gleichgewicht in der Besteuerung her, verliehen dem öffentlichen Leben Glan, und erhöhtes Interesse nnd waren für den Leistenden eine Ehrensache. — > Wie die Theilnahme an öffentlichen Aemtern und Würden von der Steuer- klasse abhing, der Einer angehörte, so auch die Theilnahme am Kriegsdienst. Die , Pentakosiomedimnen dienten als Hopliten, Schwerbewaffnete, jeder mit einem Waffenknecht, die Hippeis als Reiter. Die Thetes standen nicht in den Kriegsrollen verzeichnet, zogen aber nach den Perserkriegen doch als Leichtbewaffnete mit aus, oder versahen, wie an unserer Stelle, mit den Zeugiten den Flottendienst. Zuweilen wurden sie auch auf Staats- kosten oder von reicheren Bürgern als Hopliten ausgerüstet. Ebenso die Beisitzer (Metöken). In der äußersten Noth, wie bei Marathon und bei den arginufischen Inseln, wurden auch Sklaven aufgeboten. Die in der letzteren Schlacht mitfochten, erhielten das Bürgerrecht. — Uebrigenskonnte jeder Bürger, auch wenn er noch nicht in den Musterrollen stand oder schon daraus gestrichen war, so 'srilh oder so lange er Waffen tragen konnte, mitziehen. Mit dem Ausgang des peloponnesischen Krieges war jedoch der Eifer erkaltet und es fand nun schon die Söldnerei Eingang. Vergl. Wachsmuth, hellen. Alterthumsknnde II, l. 428 v. Chr. hatten die Athener die größte Anzahl trefflicher Fahrzeuge zugleich in Thätigkeit, obwohl zu Anfang des Krieges eine nahezu gleiche, wenn nicht eine größere Zahl vorhanden war Denn Attika und Euböa und Salamis wurden durch hundert Fahrzeuge bewacht, und in den peloponnesischen Gewässern kreuzten andere hundert, und außerdem waren noch die bei Potidäa und an andern Punkten aufgestellten vorbanden, so daß in dem einen Sommer im Ganzen nicht weniger als zweihundertundsünszig Schiffe im Dienst waren und dieser Umstand vorzüglich und die Belagerung von Potidäa waren es, was den Schatz angriff; denn vor Potidäa wurde der-Dienst durch Schwerbewaffnete versehen, welche Tag für Tag zwei Drachmen Löhnung empfingen, eine für den Mann selbst, die andere für seinen Diener. Und dieser waren Anfangs dreitausend, die auch in gleicher Anzahl bis zu Ende der Belagerung blieben, und dazu noch die sechszehn- hundert bei Phormio, welche früher abzogen. Auf sämmtlichen Schiffen wurde aber dieselbe Löhnung gezahlt. Die Gelder also wurden gleich Anfangs auf diese Weise in Anspruch genommen, und an Schiffen war das die größte Zahl, welche je von ihnen bemannt wurde.