Book 3
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Unterdessen hatten diese gleich, nachdem die ersten oben angekommen waren, die Wachen niedergestoßen und sich beider Türme bemächtigt, zur Sicherung gegen Angriffe von der anderen Seite die Durchgänge besetzt, auch von der Mauer Leitern an die Türme gelegt und eine Anzahl ihrer Leute hinaufsteigen lassen, um sich durch Schießen von unten und oben die Feinde vom Leibe zu halten. Mittlerweile setzten auch alle die übrigen drunten am Fuße der Mauer immer mehr Leitern an, rissen die Zinnen ab und stiegen zwischen den Türmen durch über die Mauer. Wer glücklich hinüber war, stellte sich gleich am Grabenrande auf, um jeden Feind, der sich etwa an der Mauer vorwagen und das Übersteigen hindern wollte, mit Pfeilen und Wurfspießen zu beschießen. Als alle hinüber waren, kamen zuletzt auch die Leute wieder von den Türmen herunter und gelangten mit knapper Not an den Graben grade in dem Augenblick, wo die Dreihundert mit Fackeln in den Händen auf sie zukamen. Die Platäer aber im Dunkeln am Grabenrande konnten diese besser sehen und zielten mit Pfeilen und Wurfspießen auf ihre ungeschützten Körperteile, während sie selbst im Dunkeln beim Fackelschein nicht so gut zu sehen waren. So gelangten sie dann alle bis auf den letzten Mann glücklich über den Graben, allerdings nur unter großen Schwierigkeiten und Anstrengungen; denn er war zwar zugefroren, aber das Eis hielt nicht, sondern war bloßes Wassereis, wie es sich bei dem herrshcenden Nord- oder Ostwinde gebildet hatte, und infolge des dabei die Nacht durch gefallenen Schnees war das Wasser im Graben so gestiegen, daß es ihnen fast bis an den Kopf ging. In mancher Hin sicht freilich kam ihnen das Unwetter bei ihrer Flucht auch zustatten.