Book 3
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AlS die Athener bald darauf mit ihrer Flotte anlangten und das sahen, richteten die Befehlshaber ihren Auftrag auS, und da die Mytilener sich auf nichts einließen, eröffneten sie die Feindseligkeiten. Unvorbereitet und plötzlich zum Kriege gezwungen, wie sie waren, machten die Mytilener vom Hafen aus doch mit ihren Schiffen einen kurzen Vorstoß zu einer Schlacht, wurden aber von den athenischen Schiffen in den Hafen zurückgetrieben. Infolgedessen knüpften sie mit den Be fehlshabern Verhandlungen an, um womöglich durch einen leid lichen Vergleich die Schiffe zunächst mal wieder loS zu werden. Die athenischen Befehlshaber gingen darauf auch ein, weil sie selbst zu einem Kriege mit ganz Lesbos zu schwach zu sein fürchteten. Es wurde also ein Waffenstillstand vereinbart, und die Mytilener schickten Gesandte nach Athen, darunter auch einen jener Angeber, der seinen Schritt bereits bereute, um die Athener zu versichern, daß es nicht die Absicht sei, mit ihnen zu brechen, und sie womöglich zu bewegen, mit ihren Schiffen wieder abzuziehen. Da sie aber bezweifelten, ob es ihnen damit in Athen glücken würde, schickten sie gleichzeitig, ohne daß man auf der bei Malea, im Norden der Stadt, ankernden athenischen Flotte was davon merkte, auf einer Triere auch Gesandte nach Lakedämon, die nach einer be schwerlichen Fahrt dort ankamen und es auch fertig brachten, daß ihnen Hilfe zugesagt wurde.