Book 3
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So die Thebaner. Die Lakedämonier aber glaubten als Richter die Frage, was sie im Laufe des Krieges für sie ge tan, sachgemäß gestellt zu haben. Denn da sie schon vorher ihre Aufforderung, sich im Sinne des alten, nach dem Perser kriege mit Pausanias geschlossenen Bündnisses stillzuhalten, und dann auch den ihnen vor Beginn der Belagerung ge machten Vorschlag, neutral zu bleiben, zurückgewiesen hatten, so waren sie ihrer Ansicht nach durch die Ablehnung dieses be rechtigten Verlangens bereits bundbrüchig und ihre Feinde ge worden. Sie ließen sie also nochmals einzeln vortreten und ihnen die Frage vorlegen, ob sie im Laufe des Krieges etwas für die Lakedämonier und ihre Bundesgenossen getan hätten, und wenn sie die verneinten, abführen und hinrichten, und zwar alle bis auf den letzten Mann. Im ganzen töteten sie mehr als zweihundert Platäer und die fünfundzwanzig Athener, welche die Belagerung mitausgehalten hatten, die Weiber aber verkauften sie in die Sklaverei. Die Stadt überließen die Thebaner ein Jahr lang den bei einem Aufruhr aus ihrer Heimat vertriebenen Megarern und ihren noch übriggebliebenen alten Anhängern aus Platää. Später aber zerstörten sie die Stadt von Grund aus und bauten neben dem Heratempel eine i Herberge von zweihundert Fuß Länge, oben und unten ringsum ^ mit Zimmern darin, zu der sie Dachsparren und Türflügel aus Platää verwandten. Aus dem, was es sonst an Hausgerät, Erz und Eisen in der Stadt gab, machten sie Ruhebetten und weihten sie der Hera, der sie einen steinernen Tempel von hundert Fuß Länge erbauten. Das Land machten sie zu Staats- eigentum und verpachteten es auf zehn Jahre für Rechnung der Thebaner. Wie denn die Lakedämonier überhaupt, wohl, um den Thebanern zu gefallen, so hart gegen die Platäer ge wesen waren, weil sie auf deren Freundschaft damals, wo der Krieg im vollen Gange war, großen Wert legten. So endete Platää, im dreiundneunzigsten Jahre, nachdem es dem Athe nischen Bunde beigetreten war.