Thesauros Literature History Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 3

71 Nach vollbrachter Tat riefen sie die Kerkyräer zusammen und sagten ihnen, es sei nur zu ihrem Besten geschehen und notwendig gewesen, um nicht unter die Knechtschaft der Athener zu geraten. Von nun an solle man beiden Teilen die Häfen verschließen; kämen sie nur mit einem Schiffe, so könne man sich das gefallen lassen, wenn aber mit mehreren, so seien sie als Feinde zu behandeln. Auch nötigten sie sie gleich, ihren Vorschlag anzunehmen. Nach Athen aber schickten sie sofort Gesandte, um den Vorfall in ihrem Sinne darzustellen, auch ihre dahin geflüchteten Mitbürger zu stempeln, nichts aus der Sache zu machen, damit ihnen die Athener nicht anf die Kappe kämen.
72 In Athen aber ließ man sowohl die Gesandten wie die Flüchtlinge, die sich mit ihnen eingelassen, als Aufrührer ver­ haften und nach Ägina bringen. Inzwischen schritt die zur Herrschaft gelangte Partei in Kerkyra, nachdem dort ein korinthisches Kriegsschiff mit einer lakedämonischen Gesandt­ schaft angekommen war, zu einem offenen Angriff auf das Volk und trieb es mit Waffengewalt auseinander. Mit Ein­ bruch der Nackt aber zog sich das Volk in die Burg und die oberen Stadtteile zurück, setzte sich hier in Masse fest und bemächtigte sich auch des hylläifchen Hafens. Die Gegner aber behaupteten den Markt, wo die meisten von ihnen ihre Häuser hatten, und den daran stoßenden Hafen dem Festlande gegenüber.
73 Am folgenden Tage kam es zu ein paar kleinen Schar­ mützeln, und beide Teile schickten ans dem Lande umher und suchten die Sklaven, denen sie die Freiheit versprachen, auf ihre Seite zu ziehen. Die Sklaven schlossen sich fast alle dem Volke an, die Gegenpartei erhielt jedoch vom Festlande einen Zuzug von achthundert Mann.

nav.navigate

nav.identity

common.settings

common.language
TR EN
common.theme