Book 3
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Tags darauf kam Nikostratos, Diitrephos' Sohn, der athe- nische Feldherr, aus Naupaktos mit zwölf Schiffen und fünf hundert messenischen Hopliten in Kerkyra an. In dem Wunsche, die Sache friedlich beizulegen, empfahl er den Kerkyräern, sich zu vertragen, die zehn bereits flüchtigen Hauptschuldigen zu verurteilen, im übrigen aber den Streit zu begraben, um wieder miteinander im Frieden zu leben und ein Schutz- und Trutz bündnis mit den Athenern zu schließen. Als er das glücklich fertiggebracht hatte und wieder abfahren wollte, baten ihn die Häupter der Volkspartei, ihnen fünf seiner Schiffe zu lassen, um die Gegner besser in Schach halten zu können, wogegen sie ihm eine gleiche Zahl ihrer eigenen Schiffe bemannen und mitgeben wollten. Er erklärte sich damit auch einverstanden, sie aber nahmen die Mannschaft für die Schiffe nur auS der Gegenpartei. Die Leute fürchteten jedoch, sie sollten nach Athen gebracht werden, und flüchteten in den Tempel der Dioskuren. Nikostratos aber hieß sie von dort aufstehen und suchte sie zu beruhigen. Als ihm das nicht gelang, griff das Volk zu den Waffen, weil es hinter der mißtrauischen Weige rung, mitzufahren, böse Absichten witterte, drang in die Häuser der Gegner und würde wahrscheinlich auch einige von ihnen, die ihm in den Wurf kamen, umgebracht haben, wenn Niko stratos es nicht verhindert hätte. Als die übrigen das sahen, flüchteten sie sich in den Tempel der Hera, ihrer über vier hundert an der Zahl. Das Volk aber, das neues Blutvergießen fürchtete, bewog sie durch gute Worte, herauszukommen, und brachte sie auf der Insel vor dem Heratempel unter, wo ihnen Lebensmittel verabreicht wurden.