Book 3
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Den Kerkyräern selbst mit ihren verfehlten und zer- splitterten Angriffen ging es übel genug. Die Athener aber, welche sich aus Furcht vor einer Umfassung durch die Überzahl der Schiffe nicht getrauten, den Angriff auf die ganze Flotte oder die Mitte der feindlichen Stellung zu richten, warfen sich auf einen Flügel und bohrten den Feinden ein Schiff in den Grund. Als diese hierauf einen Kreis bildeten, ruderten sie um sie herum und suchten sie in Verwirrung zu bringen. Als die peloponnesischen Schiffe den Kerkyräern gegenüber das be merkten und fürchteten, eS könne ein zweites Naupaktos geben, kamen sie den anderen zu Hilfe, und nun ging die ganze ver einigte Flotte gegen die Athener vor. Darauf ruderten die Athener rückwärts, und zwar ganz langsam, um die Feinde festzuhalten und den Kerkyräern auf der Flucht einen möglichst großen Vorsprung zu vershcaffen. Damit endete die Schlacht gegen Sonnenuntergang.
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Die Kerkyräer aber hatten aus Furcht, die Feinde könnten nach ihrem Siege mit der Flotte vor die Stadt kommen, die Leute auf der Insel aufnehmen oder sonstwie Partei für sie ergreifen, diese von der Insel wieder in den Heratempel bringen und die Stadt gut bewachen lassen. Indessen fanden die Feinde trotz der siegreichen Schlacht nicht den Mut, an die Stadt zu kommen, sondern zogen mit dreizehn erbeuteten kerkyräischen Schiffen Heder nach dem Festlande ab, von wo sie gekommen waren. Ebensowenig unternahmen sie am folgenden Tage etwas gegen die Stadt, obgleich dort Furcht und Schrecken herrschte und Brasidas, wie es heißt, dazu ge raten hatte; aber nicht er, sondern Alkidas hatte das ent scheidende Wort. Doch kam es zu einer Landung beim Vor gebirge Leukimme, wo sie das Land verheerten.