Book 3
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Den Athenern war unterdessen wegen der Unthätigkeit der Mytilenäer der Muth wieder gewachsen, und sie riefen ihre Bundes- genossen herbei, die sich um so schneller einstellten, da sie sahen, daß von den Lesbiern nichts Zuverlässiges zu erwarten sei. Dieselben mm legten sich an der Nordseite der Stadt hin vor Anker, schlugen zwei feste Lager, auf jeder Seite der Stadt eines, und legten den Verschluß vor beide Hafen. So sperrten sie zwar die Mytilenäer von der See ab, sonst aber waren zu Lande diese die Meister sammt den übrigen Lesbiern, die bereits zu ihnen gestoßen waren. Auch beherrschten die Athener in der Umgebung ihrer Lager nicht viel Land, weßhalb auch ihre Hauptstation für die Proviantschiffe und der Markt bei Malea waren. Auf diese Weise wurde der Krieg vor Mytilene geführt.
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Desselbigeu Sommers und um dieselbe Zeit schickten auch die Athener dreißig Schiffe nach dem Peloponnes unter dem Befehle des Asopios, des Sohnes Phormio's, denn die Akarnaner hatten sie gebeten , ihnen entweder einen Sohn oder einen Verwandten des Phormio 6) als Feldherrn zu schicken. Diese Schiffe kreuzten eine Zeit lang und verwüsteten die Küste Lakonika's, dann schickte Asopios die Mehrzahl derselben wieder nach Hause zurück, er selbst aber ging mit zwölfen nach Naupaktos. Darauf rief er das gefammte Volk der Akarnaner unter die Waffen und zog gegen Oeniadä, indem er mit den Schiffen den Acheloos befuhr, während die übrigen Truppen das Land verwüsteten. Da sich aber jene nicht ergaben, so entließ er das Landheer; er selbst segelte gen Leukas, und unternahm eine Landung auf Nerikon, wurde aber auf dem Rückzüge von dem zu Hülfe eilenden Landvolke und den wenigen Besatzungstruppen sammt einem Theile seines Heeres niedergehauen. Später holten die Athener, nachdem sie sich mit ihren Schiffen von der Küste entfernt hatten, unter dem Schutze eines Vertrags ihre Todten von den Leukadiern ab.