Book 3
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Die Kerkyrärer nun, welche ungeschickt und in kleinen Abtheilungen angriffen, geriethen auf ihrer Seite sehr in's Gedränge. Die Athener aber, welche die Ueberzahl und Umzingelung fürchteten, griffen nicht in geschlossenem Geschwader an, noch auch faßten sie die feindliche Lchiffsaufstellung in der Mitte, sondern fielen den Flügel an und versenkten ein Schiff. Und als dann jene einen Kreis geschlos- 427 v. Chr. sen hatten, umruderten sie denselben und suchten ihn in Verwirrung zu bringen. Da dieß diejenigen gewahr wurden, die den Kerkyräern gegenüberstanden, so fürchteten sie, es möchte gehen wie bei Naupaktos, und eilten zur Hülfe herbei, und so ruderte nun die gesammte Flotte auf die Atheuer los. Diese ruderten nun rückwärts ohne umzuwenden ^ >) und waren zugleich bedacht, daß die Schiffe der Kerkyräer auf ihrer Flucht einen möglichst großen Vorsprung gewännen, während sie selbst langsam zurückwichen und sämmtliche Gegner gegen sie gewendet wären.
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Mit diesem Verlaufe endete die Seeschlacht gegen Sonnenuntergang. Die Kerkyräer nun, aus Furcht, die Feinde möchten als Sieger gegen die Stadt heransegeln und die Leute von der Insel aufnehmen oder ihnen sonst einen Streich spielen, brachten jene von der Insel wieder in das Heraheiligthum und bewachten ihre Stadt wohl. Der Feind wagte es jedoch nicht, gegen die Stadt anzurudern, sondern begnügte sich mit den dreizehn kerkyräischen Schiffen und fuhr nach der Gegend des Festlands zurück, woher sie ausgelaufen waren ^Sybota). Am folgenden Tage wagten sie eben so wenig die Fahrt gegen die Stadt, obgleich dort große Verwirrung und Furcht herrschte und auch Brasidas, wie erzählt wird, dazu aufforderte. Seine Stimme hatte jedoch nicht gleiche Geltung mit der des Alkidas ^). Sie machten dafür eine Landung beim Vorgebirge Leukimne und verwüsteten das Land.