Book 3
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Gegen Ende desselben Sommers schickten die Athener zwanzig Schiffe unter Laches, Melanopos' Sohn, und Charriades, Euphiletos' Sohn, nach Sizilien. Die Syrakuser und die Leontiner waren nämlich miteinander im Kriege. Zu den Syrakusern hielten alle dorischen Städte mit Ausnahme von Kamarina, die sich ja auch gleich bei Beginn des Krieges dem I Lakedämonischen Bunde angeschlossen, wenn auch bisher am Kriege nicht beteiligt hatten, zu den Leontinern aber Kamarina und die chalkidischen Städte. In Italien hielten es die Lokrer mit Syrakus, die Rhegier der Verwandtschaft wegen mit den Leontinern. Da die leontinischen Bundesgenossen zu Lande und zur See den Syrakusern gegenüber den kürzeren zogen, hatten sie Gesandte nach Athen geschickt und die Athener ge beten, ihnen als Joniern und alten Freunden Schiffe zu schicken. Die Athener schickten ihnen auch die Schiffe, und zwar angeb lich mit Rücksicht auf die alte Freundschaft, in der Tat aber, um die Getreidezufuhr von dort nach dem Peloponnes zu ver hindern und auch um vorläufig mal zu versuchen, ob sie die Hand nicht auf Sizilien legen könnten. Sie landeten bei Rhegion in Italien und beteiligten sich von hier aus am Kriege ihrer Bundesgenossen. Damit endete der Sommer.
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Im folgenden Winter trat in Athen die Pest zum zweiten mal auf, die zwar niemals ganz aufgehört, aber doch eine Zeitlang erheblich nachgelassen hatte. Diesmal dauerte sie ein volles Jahr und das vorige Mal zwei Jahre, so daß die Macht der Athener durch nichts mehr geschwächt wurde als durch diese Krankheit; denn von der Mannschaft bei den Fahnen waren ihnen mindestens viertausend Hopliten und dreihundert Reiter, von der übrigen Bevölkerung aber Unzählige daran gestorben. Damals traten auch vielfach Erdbeben ein, in Athen, auf Euboia, in Böotien, besonders dem böotischen Orchomenos. -