Book 3
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Im folgenden Sommer wollten die Peloponnesier und ihre Verbündeten unter König Agis, Archidamos' Sohn, wieder nach Attika einfallen, kamen auch bis' auf den Isthmus, kehrten aber der vielen Erdbeben wegen wieder um, so daß aus dem Einfall nichts wurde. In dieser Zeit beständiger Erdbeben ergoß sich bei Orobiai auf Euboia eine mächtige Flutwelle aus der See, die vorher zurückgewichen war, über einen Teil der Stadt, wobei das Wasser zum Teil die Stadt verschlang, zum Teil wieder zurückströmte, so daß dort jetzt See ist, wo früher Land war. Auch viele Menshcen, die sich nicht schnell genug auf die Höhen retten konnten, kamen dabei ums Leben. Eine ähnliche Flut trat an der der Küste der opuntischen Lokrer gegenüberliegenden Insel Atalanta ein, durch welche ein Teil der athenischen Festungswerke weggerissen und von zwei auf den Strand gezogenen Schiffen eins zertrümmert wurde. Auch bei Peparethos wich die See etwas zurück, aber die Flutwelle trat dann doch nicht ein; dagegen zerstörte das Erdbeben einen Teil der Stadtmauer, das Prytaneum und eine Anzahl Häuser. Meiner Ansicht nach erklärt sich die Sache so, daß die Wassermasse da, wo der Erdstoß am stärksten ist, in der Richtung deS Stoßes aus der Lage gedrängt wird, dann aber zurück schnellt und sich mit um so größerer Gewalt über das Land ergießt. Daß so was auch ohne Erdbeben eintreten könnte, möchte ich nicht glauben.