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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 3

94 428 v. Chr. Im selben Sommer und zu derselben Zeit, als die Athener auf Melos standen, hatten die Athener auf den dreißig Schiffen in den peloponnesischen Gewässern zuerst bei Ellomenos in Leukadien Leute von der Besatzung in einem Hinterhalt erschlagen, dann zogen sie mit größerer Mannschaft gegen Leukas, nämlich mit allen Akarnanern, die mit ihrer Gesammtmacht — nur die Oeniader ausgenommen, — sich angeschlossen hatten, mit den Zakynthiern und Kephalle-nern und fünfzehn Schiffen der Kerkyräer. Die Leukadier nun, da ihr Land außer und inner der Landenge, auf der die Stadt Leukas selbst und das Heiligthum des Apollo liegen, hielten sich ruhig, von der Menge gewältigt, die Akarnaner aber baten Demosthenes, den athenischen Feldherrn, er solle sie durch Verschanzungen absperren, denn sie glaubten, die Eroberung sei leicht und so würden sie einer Stadt ledig, die ihnen immer feindlich gesinnt gewesen. Demosthenes ließ sich aber damals von den Messeniern bereden, weil schon ein so großes Heer versammelt wäre, so schicke es sich ihm, die Aetoler anzugreifen, die Naupaktos' Feinde seien, und wenn er erst über diese gesiegt habe, so könne er leicht auch den Athenern zuwenden, was sonst noch dort das Festland bewohnt. Denn das Volk der Aetoler sei zwar zahlreich und streitbar, aber sie wohnten in offenen Dörfern, die überdies; noch weit von einander lägen, und man habe dort nur leichte Rüstung; so sei es nicht schwer, bewiesen sie, sie zu unterwerfen, bevor sie sich zur Abwehr vereinigt hätten. Zuerst solle er die Apodoter angreifen, dann die Ophioneer und nach diesen die Eurytaner, welche den zahlreichsten Theil der Aetoler ausmachen, aber eine ganz unverständliche Sprache reden und das Fleisch roh'essen, wie behauptet wird.' Seien die erst niedergeworfen, so würden die Andern leicht nachkommen.

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