Book 3
107
Nach der Vereinigung beider Heere rückten sie mit Tages anbruch in eine Stellung bei der sogenannten Metropolis und bezogen dort ein Lager. Nicht lange nachher trafen die den Argeiern zu Hilfe kommenden Athener auf den zwanzig Schiffen im Amprakischen Meerbusen ein, und auch Demosthenes erschien mit zweihundert messenischen Hopliten und sechzig athenischen Bogenschützen; die Schiffe gingen der Anhöhe von Olpai gegen über vor Anker. Die Akarnanier aber und eine, wenn auch geringe Anzahl Amphilochier - denn die meisten waren durch die Amprakier festgenagelt -, die sich bereits bei Argos ver einigt hatten, richteten sich auf eine Schlacht mit ihren Gegnern ein und wählten Demosthenes neben ihren eigenen Führern zum Oberfeldherrn des gesamten Bundesheeres, der damit nun in die Nähe von Olpai rückte und hier ein Lager bezog. Beide Heere waren durch die Schlucht eines Gießbachs voneinander getrennt. Fünf Tage tsanden sie unbeweglich einander gegen über; am sechsten aber ordneten beide sich zur Schlacht. De motshenes, der bei der größeren Zahl und der überragenden Stellung der Peloponnesier eine Umfassung fürchtete, legte Hopliten und Leichtbewaffnete, zusammen gegen vierhundert Mann, in einem durch dichtes Buschwerk verdeckten Hohlweg in den Hinterhalt, um dem feindlichen Truppenteil, der ihn in der Schlacht etwa überflügeln wollte, von dort in den Rücken zu fallen. Als beide fertig waren, begann die Schlacht. Demo sthenes mit den Messeniern und den wenigen Athenern hatte deq rechten Flügel; den anderen bildeten die landsmannschaft lich geordneten Akarnanier und die im Heere befindlichen amphi lochischen Speerschützen. Die Peloponnesier und Amprakier standen durcheinander bis auf die Mantineer, welche alle zu sammen auf dem linken Flügel standen; den äußersten linken Flügel aber bildete Eurylochos selbst mit seinen Leuten, Demo sthenes und den Messeniern gegenüber.