Book 3
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Am folgenden Tage erschien bei ihnen ein Herold der aus Olpai ins Agraiische geflüchteten Amprakier, um die Heraus gabe der Toten zu erbitten, welche nach der ersten Schlacht unter ihren Streichen gefallen waren, als sie mit den Man tineern und Peloponnesiern, ohne wie diese freien Abzug zu haben, aus Olpai entwichen waren. Beim Anblick der Rüstungen der Amprakier aus der Stadt wunderte sich der Herold über die Menge; denn er wußte noch nichts von der verlorenen Schlacht, sondern glaubte, es wären die Rüstungen seiner beim Abzüge aus Olpai gefallenen Kameraden. Nun fragte ihn einer, der ihn seinerseits für den Herold der bei Jdomene ge schlagenen Amprakier hielt, worüber er sich wundere, wie viele von ihnen denn gefallen seien? Worauf jener sagte: „Un gefähr zweihundert." Der andere aber fiel ihm ins Wort: „Nach der Zahl der Rüstungen hier stimmt das nicht, es müssen über tausend gewesen sein." Darauf jener: „Dann sind sie nicht von uns." „Freilich," erwiderte der erste, „wenn anders ihr gestern bei Jdomene gefochten habt." „Gestern haben wir ja gar nicht gefochten, sondern vorgestern beim Ab züge." „Aber wir gestern mit diesen hier, als sie aus der Stadt Amprakia gegen uns ausgerückt waren." Als der Herold das hörte und daraus entnahm, daß auch das Heer aus der Stadt vernichtet worden war, machte er sich, entsetzt über die Größe des Unglücks, mit einem tiefen Seufzer ohne weiteres wieder auf den Weg, ohne auch nur um die Herausgabe der Toten zu bitten. Und wirklich hat im Laufe des ganzen Krieges keine andere griechische Stadt in so wenig Tagen solch ein Unglück erlebt. Die Zahl der Toten führe ich nicht an, weil die Angaben darüber im Verhältnis zur Größe der Stadt viel zu hoch sind, um glaublich zu erscheinen. So viel aber ist ge wiß, wenn sie gewollt und den Rat des Demotshenes und der Athener befolgt, hätten die Akarnanier und Amphilochier Amprakia im ersten Anlauf nehmen können. Sie fürchteten aber, die Athener, einmal im Besitz der Stadt, würden ihnen noch unbequemere Nachbarn werden.