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Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

117 Gleich im Beginn des nächsten Sommers schlossen die Lakedämonier und die Athener einen einjährigen Waffenstillstand. Die Athener, weil sie glaubten, Brasidas würde ihnen dann keine Städte mehr abtrünnig machen können, bevor sie Zeit gehabt, ihre Rüstungen zu vollenden, und außerdem darauf hofften, später in der Lage zu sein, unter günstigeren Ver­ hältnissen Frieden zu schließen. Die Lakedämonier aber, welche bei den Athenern Befürchtungen voraussetzten, wie sie bei ihnen in der Tat vorhanden waren, meinten, wenn Not und Sorgen des Krieges nur erst eine Zeitlang aufhörten und die Athener dessen froh geworden wären, so würden sie schon eher geneigt sein, die Hand zum Frieden zu bieten, die Gefangenen heraus­ zugeben und einen Vertrag auch auf längere Zeit einzugehen. Sie legten nämlich besonderen Wert darauf, ihre Gefangenen zurückzuerhalten, solange Brasidas noch neue Erfolge erzielte; denn hätte er schon so viel erreicht, um den Athenern völlig die Wage zu halten, so hätten sie ihre Leute schwerlich wieder­ gesehen und es immer noch mit ebenbürtigen Gegnern zu tun gehabt. So wurde denn zwischen ihnen und den Bundes­ genossen folgender Waffenstillstand geschlossen:

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