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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

122 Eben als er im Begriff war, seinen Handstreich gegen sie auszuführen, trafen Aristonymos aus Athen und AthenaioS aus Lakedämon, welche beauftragt waren, die Nachricht vom Abschlüsse des Waffenstillstandes überall hinzubringen, auf einem Kriegsschiffe bei ihm ein und setzten ihn von dem Ver­ trage in Kenntnis, und nun ging sein Heer wieder nach Torone zurück. Die Bundesgenossen der Lakedämonier an der thra­ kischen Küske nahmen an, daß sie sämtlich in den Vertrag ein­ begriffen seien. Bezüglich der übrigen war Aristonymos da­ mit einverstanden, für Skione aber wollte er eS nicht gelten lassen, da es nach seiner Berechnung erst an einem späteren Tage abgefallen war. Brasidas aber widersprach dem ent­ schieden und blieb dabei, es sei früher gewesen, und gab die Stadt nicht heraus. Als Aristonymos das nach Athen berichtete, hatten die Athener nicht übel Lust, Skione sogleich mit Krieg zu überziehen. Die Lakedämonier, welche Brasidas glaubten, ließen ihnen jedoch durch Gesandte bedeuten, damit würden sie sich eines Vertragsbruchs schuldig machen, und nahmen die Stadt für sich in Anspruch, waren indessen bereit, sich dieserhalb einer richterlichen Entscheidung zu unterwerfen. Darauf wollten die Athener es aber nicht ankommen lassen, sondern lieber gleich losschlagen, empört, daß selbst das Jnsel­ volk sich jetzt schon herausnähme, im Vertrauen auf die Lake­ dämonier von ihnen abzufallen, die ihm mit ihrer Landmacht doch nicht helfen könnten. Mit dem Zeitpunkte des Abfalls verhielt es sich übrigens in der Tat so, wie die Athener an­ nahmen ; denn Skione war erst zwei Tage später übergegangen. Auf Antrag Kleons beschlossen sie auch gleich, Skione zu zer­ stören und die Einwohner hinrichten zu lassen, und trafen zu dem Ende ihre Vorbereitungen, indem sie einstweilen auf andere Unternehmungen verzichteten.

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