Book 4
128
Er aber merkte das und befahl seinen Dreihundert, sie sollten einzeln, jeder so schnell wie möglich, die Höhe erklimmen, auf deren Besetzung es nach seiner Ansicht hauptsächlich an kam, und die Barbaren, die dort schon angelangt, wieder zu vertreiben suchen, bevor sie zu seiner völligen Umzingelung weitere Verstärkungen erhielten. Die gewannen auch die Höhe und vertrieben die Feinde von dort, so daß das griechische Heer seinen Marsch dahin nun leichter fortsetzen konnte. Denn die Barbaren waren durch die auf der Höhe erlittene Nieder lage in Schrecken versetzt und gaben es auf, sein Heer weiter zu verfolgen, zumal sie glaubten, daß eS schon an die Grenze gelangt und glücklich durchgekommen sei. Nachdem Brasidas sich der Höhen bemächtigt, setzte er seinen Marsch fort, ohne weiter belästigt zu werden, und kam noch an demselben Tage nach Arnissa, den ersten Ort im Reiche des Perdikkas. Wenn aber seinen über den verfrühten Abzug der Makedonier er bitterten Leuten deren Ochsengespanne in den Weg kamen oder ihnen Gepäck in die Hände fiel, das sie weggeworfen hatten, wie das ja auf einem gefährlichen nächtlichen Rückzüge natür lich nicht ausbleibt, so spannten sie die Tiere aus und schlugen sie tot oder eigneten sich die Sachen an. Seitdem erst be trachtete Perdikkas Brasidas als seinen Feind und warf auf die Peloponnesier einen Haß, der seinen wahren Gefühlen gegen die Athener keineswegs entsprach, suchte sich auch gegen seine dringenden Interessen so schnell wie möglich mit den Athenern zu stellen und von den Peloponnesiern loszumachen.