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Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

128 Er aber merkte ihre Absicht und befahl seinen dreihundert Mann, den Hügel, welchen er vornehmlich besetzen zu müssen glaubte, im Laufund ausgelöster Ordnung, so schnell Jeder könne, zu ersteigen und die schon gegen denselben anrückenden Barbaren wo möglich herabzuwerfen, ehe noch die zu ihrer Umzingelung bestimmte Mann-' schast heranrücke. Diese nun stürmten den Hügel hinauf und warfen die oben Stehenden, so daß das hellenische Heer seinen Marsch nach demselben leichter fortsetzen konnte; denn die Barbaren waren durch ihre Vertreibung von der Anhöhe in Schrecken versetzt worden und folgten ihrem Marsche nicht weiter, zumal sie auch jene schon auf den Grenzen angekommen und in Sicherheit glaubten. Brasidas aber, nachdem er erst die Höhen erreicht hatte, marschirte nun in größerer 423v. Chr. Sicherheit weiter und gelangte noch desselben TagS auf dem Gebiete, des Perdjlk.is zuerst nach Anissa. Seine Soldaten, selbst erzürnt über den voreiligen Rückzug der Makedonier, wann sie unterwegs deren Nindcrgespanne antrafen oder herausgefallene Gepäckstücke, wie. eS ja bei einem nächtlichen Rückzug, den der Schreck veranlaßt hat, nothwendig vorkommen muß, so spannten sie jene auS und hieben sie nieder, und eigneten sich diese als gute Beute an. Diese Vorfälle waren die erste Veranlassung, daß Perdikkas den Brasidas seitdem als seinen Feind ansah und von da an gegen die Peloponnesier einen Haß hegte, der seinen Absichten und seinem Verhältnisse zu den Athenern durchaus nicht entsprechend war; und im Widersprüche mit dem, was seine dringendsten Vortheile geboten, trachtete er, sich so geschwind als möglich mit Athen auszusöhnen und die Peloponnesier sich vom HalS zu schaffen.

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