Book 4
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Nun gingen die Athener gegen Kleon inS Geschirr, warum er denn nicht gleich hinführe, wenn ihm die Sache so einfach schiene, und Nikias, der wohl merkte, daß es auf ihn gemünzt war, erklärte, ihretwegen möge er nur Schiffe nehmen, so viel er wolle, und die Sache versuchen. Kleon, der daS für eine bloße Redensart hielt, zeigte sich erst dazu auch bereit, als er jedoch merkte, daß Nikias ihm wirklich sein Amt abtreten wollte, zog er zurück und sagte, er sei nicht Feldherr, sondern Nikias; denn jetzt wurde ihm bange, während er vorher nicht geglaubt hatte, daß er sich zur Abtretung seines Amtes an ihn ver stehen würde. Nikias aber forderte ihn nun von neuem dazu auf und verzichtete, indem er die Athener zu Zeugen anrief, seinerseits für Pylos auf den Oberbefehl. Und je mehr Kleon sich der Sache zu entziehen und an seinen Worten zu drehen und zu wenden suchte, um so heftiger bestanden die Athener, wie es in solchen Versammlungen zu gehen pflegt, darauf, Nikias solle ihm sein Amt abtreten, und schrien ihm zu, er möge zu Schiff gehen. So konnte er endlich nicht mehr um sein Wort herumkommen und erklärte sich bereit, trat vor das Volk und sagte, vor den Lakedämoniern fürchte er sich nicht und werde in See gehen und nicht mal Bürger, sondern nie mand weiter mitnehmen als die Lemnier und Jmbrier, die Peltasten aus Ainos und vierhundert Bogenschützen aus anderen Orten, die grade bei der Hand wären. Damit und mit der Mannschaft in Pylos werde er ihnen die Lakedämonier binnen zwanzig Tagen lebendig bringen oder sie an Ort und Stelle zusammenhauen. Die Athener mußten freilich über seine Prahlerei lachen, den ernsten Leuten aber war die Sache trotz dem nicht unerwünshct, da sie ihrer Meinung nach auf alle Fälle ein Gutes hatte: denn entweder würde man Kleon los, worauf sie eigentlich hofften, oder die Lakedämonier fielen ihnen in die Hände.