Book 4
34
So beschossen sie denn eine kurze Weile einander aus der Entfernung; als aber die Lakedämonier, wo sie angegriffen wurden, nicht mehr scharf ausfallen konnten, und die leichten Truppen sahen, daß sie schon schwerfälliger zur Abwehr würden, auch besonders aus dem Anblick ihrer vielfach überlegenen Zahl Muth schöpften und sich schon mehr an den Anblick jener gewöhnt hatten, so daß sie ihnen nicht mehr so furchtbar erschienen — zumal ihnen auch nicht von jenen begegnet worden war, wie sie erwartet hatten, als sie noch eben erst bei der Landung durch die bloße Vorstellung, daß sie gegen Lakedämonier kämpfen sollten, in Schrecken und Verwirrung gesetzt 425 v. Chr. waren, — so fingen sie an, jene zu verachten, erhoben ein Geichre, i und stürmten in Masse aus sie ein, Steine, Pfeile oder Wurfspieße schleudernd, wie sie gerade ein Jeder bei der Hand hatte. Da nun mit dem Angriff zugleich das Schlachtgeschrei ertönte, fiel Furcht die Leute an, die solcher Kampsart ungewohnt waren, und in dichten Wolken stieg die Asche des kürzlich niedergebrannten Waldes auf, und es war unmöglich, etwas vor Augen zu sehen vor der Menge der Geschosse und Steine, die von der großen Menshcenmasse geschleudert wurden, und dem Staube, der emporwirbelte. Jetzt wurde den Lakedämoniern heiß, denn ihre Panzer schützten nicht mehr vor den Pfeilen, und die Wurfspeere brachen darin ab, wenn Einer getroffen wurde, und sie wußten sich gar nicht mehr zu helfen, da ihnen die Aussicht benommen war und sie vor dem lauteren Geschrei der Feinde die eigenen Kommandoworte nicht vernehmen konnten. Von allen Seiten umringte sie die Gefahr, und sie sahen keine Hoffnung mehr, sich irgendwie durch Abwehr zu retten.