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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

4 Da er jedoch weder die Feldherren noch die Soldaten für seine, nachher auch den Hauptleuten mitgeteilte Absicht ge­ winnen konnte, so blieb er widrigen Wetters wegen dort liegen und ließ die Sache auf sich beruhen, bis dann die Soldaten aus langer Weile von selbst darauf verfielen, Hand ans Werk zu legen und den Platz zu befestigen. Dabei griffen sie tüchtig zu, und da sie keine eisernen Werkzeuge zum Behauen der Steine hatten, suchten sie sich die Steine danach aus und schleppten sie heran, um sie, wie es paßte, zusammenzufügen. Den Lehm aber, wo es ohne den nicht ging, trugen sie in Ermangelung von Trögen auf dem Rücken herbei, indem sie sich, daß er liegen bliebe, vornüberbeugten und beide Hände hinten zusammenfalteten, damit er nicht abrutschte. Überhaupt beeilten sie sich auf alle Weise, an den angreifbarsten Stellen damit fertig zu werden, bevor die Lakedämonier mit ihren Streit- kräften herankämen. Größtenteils war nämlich der Platz schon an sich sturmfrei und bedurfte keiner Mauer.
5 Als die Lakedämonier, die grade ein Fest feierten, davon hörten, meinten sie, die Sache habe nichts zu bedeuten; wenn sie vor Pylos erschienen, würden die Athener entweder gar nicht standhalten oder leicht von ihnen überwältigt werden können. Vorerst aber waren ihnen auch die Hände einiger­ maßen dadurch gebunden, daß ihr Heer noch in Attika stand. Nachdem die Athener den Platz auf der Landseite und wo es sonst am nötigsten war, in sechs Tagen befestigt hatten, ließen sie Demotshenes mit fünf Schiffen dort als Besatzung zurück und fuhren mit dem größten Teil der Flotte schleunig weiter nach Kerkyra und Sizilien.

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