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Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

44 Lange Zeit hielten beide stand, und keiner wollte dem anderen weichen. Endlich aber mußten die Korinther daS Feld räumen, wobei den Athenern das Eingreifen der Reiterei, woran es dem Gegner fehlte, sehr zustatten kam. Sie zogen sich auf den Hügel zurück, wo sie wieder Fuß faßten und stehen blieben, ohne wieder herunterzukommen. Bei dieser Niederlage auf ihrem rechten Flügel hatten sie die meisten Verluste, und auch ihr Feldherr Lykophron war gefallen. Auch ihr übriges Heer zog sich nach der verlorenen Schlacht, wobei es indes weder zu einer lebhaften Verfolgung noch zu wilder Flucht gekommen war, auf den Hügel zurück und blieb dort stehen. Da die Korinther den Kampf nicht erneuerten, nahmen die Athener den Gefallenen die Rüstungen ab, sammelten ihre Toten und errichteten ein Siegeszeichen. Die andere Hälfte der Korinther, die bei Kenchraia stehen geblieben war, um eine Landung der Athener bei Krommyon zu verhindern, hatte wegen des Oneiosgebirges von der Schlacht nichts gemerkt. Als man aber die Staubwolken sah und daraus schloß, daß es zur Schlacht gekommen, setzte man sich unverzüglich in Marsch. Ebenso waren, sobald die Sache in Korinth bekannt geworden war, die Alten aus der Stadt gleich ausgerückt. Als die Athener sie alle herankommen sahen, glaubten sie, es träfen Verstärkungen aus den benachbarten peloponnesischen Städten ein, und zogen sich mit den erbeuteten Waffen und ihren Toten bis auf zwei, die sie nicht hatten finden können, auf die Schiffe zurück. Darauf fuhren sie nach den gegenüberliegenden I Inseln ab und schickten von dort einen Herold, um die zurück­ gelassenen Toten unter Waffenstillstand abzuholen. Korinther waren in der Schlacht zweihundertzwölf, Athener nicht ganz fünfzig gefallen.

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