Book 4
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Obgleich die Lakedämonier Kythera in den Händen der Athener sahen und beständig auf solche Landungen an ihrer Küste gefaßt sein mußten, dachten sie doch nicht daran, ihnen mit ihrer gesamten Macht entgegenzutreten, stellten aber durch das ganze Land an den vorzugsweise bedrohten Punkten eine Anzahl Hopliten auf und waren auch sonst möglichst auf ihrer Hut. Sie fürchteten nämlich, es könne bei ihnen zu gewalt samen Verfassungsänderungen kommen, da sie wider alles Er warten das schwere Unglück auf der Insel betroffen hatte, Pylos und Kythera in Feindeshand, und sie von allen Seiten plötzlichen, unerwarteten Angriffen ausgesetzt waren. Deshalb errichteten sie, jetzt zum erstenmal, auch eine Reiterei von vierhundert Mann und eine Schützentruppe. Zum Kriegführen aber verging ihnen grade jetzt erst recht die Lust, wo sie sich gegen alle ihre bisherigen Gepflogenheiten in einen Seekrieg verwickelt sahen, und obendrein mit den Athenern, die bei allen ihren Unternehmungen immer noch nicht genug getan zu haben glaubten. Auch waren sie durch die mancherlei Schicksals schläge, die sie kürzlich so wider Erwarten betroffen, sehr er schüttert, und sie lebten in beständiger Furcht, es könne ihnen nochmals ein solches Unglück zustoßen, wie es ihnen aus der Insel begegnet. Infolgedessen war ihnen die Kampfesfreudig keit entschwunden, und bis dahin durch das Glück verwöhnt, wie sie waren, hatten sie das Selbstvertrauen verloren und glaubten, alles, was sie anfaßten, müsse ihnen fehlschlagen.