Book 4
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Gleich zu Anfang des folgenden Sommers, zu einer Neumondszeit, trat eine theilweise Sonnenfinsterniß ein^), und im Anfang desselben Monats^) fand auch ein Erdbeben statt. Die Flüchtlinge der Mitylenäer und der übrigen Lesbier, welche in der Mehrzahl ihren Waffenplatz am Festland hatten und auch eine Hülfstruppe theils aus dem Peloponnes durch Sold gewonnen, theils aus der dortigen Gegend zusammengezogen hatten, nahmen Nhöteon weg. Danach aber gaben sie es gegen eine Summe von zweitausend Phokäischen Statern wieder heraus, ohne Jemanden ein Leids gethan zu haben. Darauf zogen sie gegen Antandros und nahmen die Stadt mit Beihülfe von Verräthern. Ihr Plan war nämlich, auch die übrigen sogenann- 27) Vgl. Anm. 3 im lll. Buch, 28) In der siebenten Stunde nach Mitternacht des 2l. März (Krüger). 29) Der Monat Elaphebolion (März) ist gemeint. Zu Anfang deS Monats heißt soviel als in der ersten Dekade (Kr.), d. i. Zeitraum von zehn Tagen (wie solche auch die französische Revolution an die Stelle der Wochen von 7 Tagen setzen wollte). — Der attische Monat von 2v/z^ Tagen zerfiel eigentlich nur in zwei Abtheilungen: den aufsteigenden Mond vom l. bis 20. und den absteigenden (PAt/'o^rot) vom 2l. bi» es. oder so. ten aktäischen Städte 3°), welche früher unter Mitylenäischer Verwal- 424 v. Chr. tung den Athenern gehorcht hatten, zu befreien, vor allen andern aber Antandros, und diese Stadt zu einem starken Platze zu machen; denn da es leicht war, hier Schiffe zu bauen, weil die Gegend Hölzer liefette, auch das Jdagebirge in der Nähe und sonstige Mittel bereit waren, so hielten sie es für leicht, von hier aus das naheliegende Lesbos zu gefährden und sich die Aeolifchen Städtchen auf dem Festland zu unterwerfen. Diese nun gingen daran, solche Dinge in's Werk zu setzen.