Book 4
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In Megara, wo man unter den Feindseligkeiten der Athener, die dort alle Jahr zweimal mit ihrer ganzen Macht inS Land fielen, und den Räubereien, welche die eigenen, bei einem Aufstande vom Volke vertriebenen Landsleute von Pegai aus verübten, schwer litt, wurde in diesem Sommer vielfach erwogen, ob es nicht das beste sei, die Vertriebenen wieder aufzunehmen, damit die Stadt nicht länger von zwei Seiten heimgesucht würde. Als die Freunde der Flüchtlinge merkten. was im Werke war, legten auch sie sich noch offener als vorher dafür ins Zeug. Die Häupter der Volkspartei aber sahen ein, daß sich nach deren Rückkehr die Demokratie in diesen schwie rigen Zeiten nicht würde behaupten können, und knüpften des halb mit den athenischen Feldherren, Hippokrates, Ariphrons Sohn, und Demotshenes, Alkisthenes' Sohn, Verhandlungen an in der Absicht, ihnen die Stadt zu übergeben, worin sie für sich eine geringere Gefahr erblickten als in der Rückkehr ihrer vertriebenen Mitbürger. Es wurde verabredet, die Athener sollten sich zunächst der langen Mauern bemächtigen, die sich ungefähr acht Stadien lang von der Stadt bis zum Hafen Nisaia erstreckten, damit die Peloponnesier, welche Nisaia als Schlüssel von Megara allein besetzt hielten, von dort nicht an die Stadt kommen könnten. Darnach wolle man versuchen, ihnen auch die obere Stadt zu übergeben, wozu man sich hier, wenn das gelungen, schon eher verstehen würde.