Book 4
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Nachdem man beiderseits über den Plan und dessen Aus führung im reinen war, fuhren die Athener bei Nacht nach der megarischen Insel Minoa und versteckten daraus sechs hundert Hopliten unter Hippokrates in einer in der Nähe der Mauer befindlichen Lehmgrube, aus der die Ziegel zum Mauer bau gewonnen wurden. Die leichtbewaffneten Platäer aber und eine Anzahl Grenzer (Peripoloi) unter dem zweiten Feld herrn Demosthenes legten sich bei dem Enyalostempel, noch näher an der Mauer, in einen Hinterhalt, wovon außer denen, die diese Nacht Bescheid wissen mußten, niemand etwas er fuhr. Diese aber führten kurz vor Tagesanbruch ihre Absicht, Megara den Athenern in die Hände zu spielen, in folgender Weise auS. Sie hatten das Offnen des Tores in der Mauer schon von langer Hand vorbereitet. Mit Genehmigung des Befehlshabers der Besatzung hatten sie nämlich wiederholt ein Ruderboot, um damit auf Seeraub auszugehen, auf einem Wagen im Graben an die See gefahren und zu Wasser ge bracht und es dann vor Tage auf dem Wagen durch das Tor wieder hinter die Mauer gezogen, angeblich damit die Athener auf Minoa nicht wüßten, worauf sie zu passen hätten, wenn im Hafen kein Fahrzeug zu sehen wäre. Als nun auch dies mal der Wagen eben wieder vor dem Tore war, das wie gewöhnlich für das Boot geöffnet wurde, und die Athener, mit denen die Sache verabredet war, das sahen, brachen sie schnell aus ihrem Hinterhalt hervor, um hineinzukommen, bevor das Tor wieder zugemacht werden konnte und solange der Wagen noch drin stand, der es verhinderte. Darauf stießen sie und die mit ihnen durchsteckenden Megarer die Wachen am Tore nieder. Zuerst drang Demosthenes mit seinen Platäern und Grenzern bis dahin vor, wo jetzt das Siegeszeichen steht. Da jedoch die Peloponnesier in der Nähe die Sache gleich gemerkt hatten und herbeieilten, kam es innerhalb des Tores schon hier zum Gefecht, in welchem die Platäer die Gegner zurückschlugen und den nachdringenden athenischen Hopliten das Tor offen hielten. ,