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Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

66 In demselben Sommer geschah es, daß die Megarer in der Stadt, bedrängt von den Athenern, die alljährlich zwei Mal mit ihrer gesammten Macht in das Gebiet einfielen, und zugleich von Pegä aus durch ihre eigenen Flüchtlinge, welche bei einem Aufruhr durch die Volkspartei waren ausgetrieben worden und nun durch Plünderungszüge lästig fielen, sich unter einander beriethen, man solle die Vertriebenen wieder aufnehmen, damit nicht die Stadt, von zwei Seiten bedrängt, in's Verderben gerathe. Als nun die Freunde der Flüchtlinge merkten, welcher Wind wehe, so drangen sie noch offener darauf, als früher, daß der Vorschlag in Ausführung komme. Da erkannten nun die Vorsteher der Volkspartei, daß unter den gegenwärtigen Uebeln daS Volk sich mit ihnen nicht werde behaupten können, und unterhandelten deßhalb aus Furcht mit den Feldherrn der Athener, Hippokrates, dem Sohne des Ariphron, und Demosthenes, des Alkiphron Sohn, in der Absicht, ihnen die Stadt zu übergeben; denn sie meinten, dabei sei für sie eine geringere Gefahr, als wenn die von ihnen Ausgetriebenen zurückkehrten. Es wurde nun ausgemacht, daß die Athener zuerst die langen Mauern besetzen sollten, die sich in einer 424 v. Chr. Länge von ungefähr acht Stadien^) von der Stadt bis zu ihrem Hafen Nisäa erstreckten, damit nicht die Peloponnesier, welche in Nisäa allein die Besatzung bildeten, um der Megarer versichert zu sein, von dort zu Hülfe kommen könnten; dann wollten sie auch die Stadt selbst ihnen in die Hände zu spielen versuchen; denn wenn jenes vorangegangen, stand eher zu erwarten, daß die in der Stadt sich fügen würden.

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