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Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

75 In demselben Sommer, als Antandros von den Müylenäern, wie sie im Plan hatten als Festung hergestellt werden sollte, befanden sich Demodokos und Aristides, die Oberbeamten der Athener, welche die Steuern zu sammeln hatten, in der Gegend des Hellespont — Lamachos, der dritte von ihnen, war mit zehn Schiffen in den Pontos ^schwarzes Meer^ eingesegelt. Da diese nun die Anstalten zur Befestigung der Stadt wahrnahmen und ihnen Gefahr zu fein schien, daß daraus ein Platz werde wie Anäa gegen Samos ^), wo sich die Flüchtlinge der Samier festgesetzt hatten und den Peloponnesiern Vorschub leisteten, indem sie ihnen Steuerleute für ihre Flotte schickten und die Samier in der Stadt beunruhigten und ihre Flüchtlinge aufnahmen, so sammelten sie also ein Heer von den Bundesgenossen, gingen in See, besiegten die aus Antandros gegen sie Anrückenden in einer Schlacht und nahmen den Ort wieder. Nicht lange danach verlor Lamachos, der in den Pontos eingesegelt und im Gebiete von Heraklea in der Mündung des FlusseS Kalex vor Anker gegangen war, seine Schiffe, da sich ein Wolkenbruch ereignete und die Wassersluth ganz plötzlich hereinbrach. Er selbst und sein Heer kam aus dem Landwege durch das Gebiet der Bithynischen Thraker, welche jenseits in Asien wohnen, nach Chalkedon an der AuSmündung des PontoS, einer Pflanzstadt der Megarer.

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