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Ἱστορίαι Thucydides

Book 4

83 Als aber Perdikkas mit dem Heere schon beim Passe Lynkos stand, erklärte Brasidas, er wolle zuerst wo möglich durch gütliche Ueberredung den Arrhibäos als Bundesgenossen für die Lakedämonier zu gewinnen suchen, bevor man zu den Feindseligkeiten schreite. Arrhibäos hatte nämlich schon durch den Herold etwas davon merken lassen, daß er bereit sei, sich dem Schiedsgericht des Brasidas zu unterwerfen, und auch die anwesenden Chalkidischen Gesandten gaben ihm an die Hand, er solle doch dem Perdikkas nicht alle Schwierigleiten aus dem Wege räumen, damit er sich leichter herbeilasse, auch 424 v. Chr, zu ihrem eigenen Nutzen thätig zu sein. Auch hatten die Gesandten des Perdikkas in Lakedämon ein Versprechen der Art gegeben, als mache er sich anheischig, ihnen aus seinen Nachbarländern zahlreiche Bundesgenossen zu gewinnen, so daß Brasidas, sich daraus berufend, das Verhältniß zum Arrhibäos lieber vom Standpunkt der Gemeinsamkeit ordnen wollte. Perdikkas aber erklärte, er habe den Brasidas nicht zum Schiedsrichter ihrer Streitigkeiten herbeigerufen, sondern damit er die Feinde unschädlich mache, die er ihm bezeichne, und es sei auch deßhalb ein Unrecht, mit dem Arrhibäos zu unterhandeln, weil er die Kosten der Ernährung des Heeres zur Hälfte trage. Aber auch gegen den Willen des Perdikkas und im Zerwürfniß mit ihm kam Brasidas mit jenem zusammen und wurde von ihm überredet, sein Heer zurückzuziehen, bevor er noch in sein Gebiet eingefallen war. Perdikkas aber, im Glauben, daß ihm Unrecht geschehe, bezahlte von jetzt an, anstatt der halben Unterhaltungskosten, nur den dritten Theil.

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