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Ἱστορίαι Thucydides

Book 5

10 Er marfchirte also durch das Thor bei dem Psahlwerk, daS erste in der langen Mauer, wie sie damals war, heraus, schlug den geraden Weg nach der Gegend ein, wo jetzt an dem stärksten Punkt des Platzes das Siegeszeichen steht, fiel in die Athener, welche wegen ihrer eigenen Unordnung nicht weniger als über die Kühnheit jenes in Furcht geriethen, und drang nach der Mitte des Heeres vor. Und zugleich fiel auch Klearidas, wie verabredet war, durch das Thrakische Thor heraus und stürzte sich auf das Heer los. So geriethen die Athener also durch den unerwarteten plötzlichen Angriff auf zwei Seiten in Verwirrung, und ihr linker Flügel, der mehr gegen Ei'on hin stand und bereits auch einen Vorsprung hatte, riß sich sogleich ab und lief davon. Da wird Brasidas, der sich beim Weichen dieses Flügels nun gegen den rechten wendete, verwundet und die Athe­ 8) Brasidas zog den Speer, der ihn getroffen halte, aus seinem Körper und tidtele mit eben demselben denjenigen, der ihn verwundet hatte. Plutarch. ner zwar nahmen seinen Fall nicht wahr, die in seiner Nähe Stehen- 422 v. . Chr. den aber hoben ihn auf und trugen ihn weg. Der rechte Flügel der Athener hielt länger Stand; Kleon zwar, der von vorn herein nicht an's Standhalten gedacht hatte, lief spornstreichs davon, wurde aber von einem Myrkinischen leichten Schildträger eingeholt und getödtet. Seine Schwerbewaffneten jedoch zogen sich nach dem Hügel zusammen und wehrten den Angriff des Klearidas zwei oder drei Mal ab, und nicht eher wichen sie, als bis die Myrkinische und Ehalkidische Reiterei und die leichten Schildträger sie umstellten und durch ihre Schüsse zur Flucht nöthigten.

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